Warum das Calcium in rohem Spinat kaum im Körper ankommt
ca. 1 Min. Lesezeit · zuletzt geprüft am 23. August 2026
Spinat enthält von Natur aus relativ viel Oxalsäure, eine organische Säure, die in vielen Blattgemüsen vorkommt. Diese Säure hat eine ausgeprägte Eigenschaft: Sie bindet sich sehr fest an Calcium-Ionen im Verdauungstrakt.
Aus dieser Bindung entstehen unlösliche Calciumoxalat-Kristalle. Da der Körper nur gelöste, freie Mineralstoffe über die Darmwand aufnehmen kann, passieren diese Kristalle den Verdauungstrakt praktisch unverändert – das gebundene Calcium wird schlicht ausgeschieden, statt aufgenommen zu werden.
Studien zur tatsächlichen Bioverfügbarkeit von Calcium aus Blattgemüse zeigen entsprechend: Aus rohem Spinat wird nur ein kleiner Bruchteil des enthaltenen Calciums tatsächlich resorbiert – deutlich weniger, als der reine Calciumgehalt auf der Nährwerttabelle vermuten lässt.
Andere calciumreiche Lebensmittel mit niedrigerem Oxalsäuregehalt, etwa Grünkohl oder Milchprodukte, liefern das Mineral entsprechend zuverlässiger. Spinat bleibt trotzdem ein wertvolles Gemüse – nur eben nicht in erster Linie als Calciumquelle.
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